Marokko-Tour 2011

An einem Samstag im November starteten Hans Peter und ich auf unsere erste gemeinsame Reise in den Norden Afrika`s  –  nach Marokko !

Gebucht hatten wir eine private Rundreise mit einem Jeep , einem Fahrer und           einem Reisebegleiter. Und endlich war es soweit — wir standen morgens in der Dunkelheit am Flughafen und hatten einen ersten Blick auf den Flieger … und uns überkam ein tolles Gefühl ==>

„Here we GO – Marokko“

Ein kleiner Hinweis:  die als klein eingefügten Bilder lassen sich bei Interesse durch kurzes anklicken fein vergrössern – dann mit der Pfeil-Rücktaste einfach wieder zum Bericht zurück 😉

Eine grosse Erdkugel und ein rosa Streifen – welcher unseren Weg durch die Luft aufweist !

Wir haben eine Zwischenlandung in Madrid – ich freu mich , mal wieder ein bischen Spanisch babbeln !

Afrika erwartet uns mit einem Abenteuer –

Marrakech

Wüste

das Atlas-Gebirge

Menschen

Faszination !

Hier ein paar Daten zu unserer Rundreise :  wir sind in Marrakech gelandet und haben dort 2 Nächte verbracht – somit 1 Tag Zeit die „rote Stadt“ in Ruhe zu erkunden. Dann sind wir mit unserem Fahrer Omar und unserem Begleiter Mohar für 6 Tage über den hohen Atlas in Richtung Zagora gefahren bis kurz vor die algerische Grenze. Von dort aus ging es über Wüstenpisten hoch in Richtung Erfoud und auch zum Erg Chebbi. Dann wieder ins Landesinnere zu den Schluchten im hinteren Atlas , der grossen Oase Tinerhir und weiter nach Quarzazate.

Samstag , 26. November 2011 – Ankunft in Marrakech

erste Schritte auf nord-afrikanischem Boden

Der Blick aus dem Hotelzimmer verspricht tolle Farben – Sonnenschein – ein kühles Bad

Schnell die Sachen ausgepackt und los geht`s –

die Stadt erkunden !

Die grosse Moschee Koutoubiya – der Name kommt aus der alten Zeit in der die Moschee von einem Büchermarkt umgeben war – dem Koutoub. Auf der Spitze des Turms sind 3 Kugeln – für Moslems, Juden und Christen ! Die Moschee darf nur von Muslimen betreten werden – es finden 25.000 Personen zum Gebet Platz !

Modernere Parkanlagen , schön angelegt mit Bepflanzungen und offenen Internet-Stationen haben uns überrascht – und gezeigt, wie sich Modernes mit Altem gut vermischen kann.

wir gehen die alte Stadtmauer entlang und sehen schon weit hinten , ca. 100 km entfernt … die Berge des hohen Atlas schimmern. Die Mauer zieht sich um die Altstadt – die sogenannte Medina. Ab 1912 liessen die Franzosen ausserhalb der Medina ein grosszügiges Viertel anlegen – welches den Europäern vorbehalten war ! Das Ende der französischen Kolonialzeit wurde 1955 eingeläutet.

Einfach atemberaubend … und da wollen wir hin !

Die Hauptgeschäftsstrasse in der Neustadt – Avenue Mohammed V.

ein letzter Klönschnack mit einem traditionellen Wasserträger …

beenden wir unseren 1. Tag mit einem marrokanischem Bier und einem Blick auf den schönen Sonnenuntergang mit wahnsinnigen Lichterspielen

Casa

blanca

Bier

Sonntag – Erkundung Marrakech mit Führung

Bab Agnaou - altes Stadt-Tor

alter Wesir Palast - Palais Bahia

Hier sehen wir die Königsgräber mit hohen Aufbauten innerhalb der Halle . Für wichtige Mitglieder sind die mit verzierten Platten abgedeckten Gäber im Garten angelegt worden. Weiter geht`s danach wieder in die Strassen von Marrakech. Wir sehen Strassenhändler und bunte Körbe mit Allerlei Dingen …

Viele Gewürze schicken ihren Duft in unsere Nasen

und immer wieder die Farbe rot

getrocknete Blüten und wundersame Gefährte finden wir auf unserem Weg durch die Souks

Wir besichtigen ein Riad – ein Stadthaus in dem früher der Gouveneur gelebt hat .

Im Innenbereich offenbart das Riad seine wahre Schönheit :

einer der Innenhöfe

schöne Schnitzereien erzählen Geschichten

In einem der Ornamente an den Wänden  finden wir die Zahl 1335 – erbaut als Sultanspalast.                      Der obere Teil einer riesigen Flügeltür – Zugang zu einem privaten Zimmer des Gouveneurs – so konnte er einen Teil der Tür schliessen , wenn er nur Licht – aber keinen Besuch haben wollte !

Und immer wieder in den Strassen der Stadt diese wunderbaren Farbspiele –

noch ein bischen hier und da kucken … und vor allem Datteln und Oliven probieren

Farben werden von Hand gemischt

die Lampengasse  und ein herum irrendes Huhn – wir können uns nicht sattsehen . Am liebsten hätt ich hier noch mehr Bilder von den bunten Geschäften reingestellt.

der berühmte Gauklerplatz - Djemma El Fna

Oliven in allen Variationen – wir probieren sie alle .. ein paar waren teuflisch scharf !

Wir sitzen oben auf dem Dach und geniessen bei Pfefferminztee den Ausblick mit all seinen Geräuschen — und es waren viiiele Geräusche !

noch ein Blick bei Tag auf diesen verrückten Platz – der aber ein Weltkultur-Erbe ist und unter dem Schutz der Unesco steht. Die Übersetzung von Djemma El Fna bedeutet : Platz der Geköpften — heute ist der Platz aber ehr als „Gauklerplatz“ bekannt .. und so kommt es auch an … mit Schlangenbeschwörern – Verkäufern und Ess-Ständen jeder Art.

Der erste Tag neigt sich dem Ende zu und wir sind schon ganz aufgeregt … morgen starten wir unsere Rundtour !

Montag – es geht los ! Marrakech – Zagora

Mohar und Omar - wir werden schnell ein super Team

auf geht es mit „unserem“ Jeep – ein absolut zuverlässiges Gefährt – hinein in den schneebedeckten Atlas über den Tizi `n Tichka Pass in Richtung Zagora

ein letzter  Blick in die Ebene , in der sich auch Marrakech befindet – Werbeschild für klares Quellwasser auf arabisch !

jetzt wissen wir – woher der rote Stein kommt … und was entdecken wir denn da :

ups Atemberaubende Ausblicke

wir überqueren den hohen Atlas über den Tizi n`Tichka Pass

Bei eisigem Wind auf über 2000 m Höhe war es ein Erlebniss auf dem Pass herum zu spazieren – begleitet von fremden Sprachen und umgeben von den bunten Häusern

und weiter geht`s in Richtung Quarzazate

wir haben noch ein paar KM für Heute vor uns — und viele Erlebnisse …

und wie man anhand der Schilder sieht – sind wir gut 350km von der Küste und Agadir entfernt

aber Hunger haben wir auch 😉

wir finden in Quarzazate ein nettes Lokal und trinken Cola auf arabisch – essen eine Tagine .. wie wir noch feststellen – Hühnchen jibbet in hundert Variationen !

aber auch in der alten Karawanenstadt mit heute ca 46.ooo festen Einwohnern gibt es nette Sachen zum ansehen – und so machen wir einen kleinen Verdauungs-Spaziergang

eine Kasbah im Zentrum in der

Nähe eines Stausee

und alles wurde aus Lehm gebaut

Von Quarzazate aus gibt es auch die Strasse der 1000 Kasbas

Frauen in farbenfrohen Gewändern winken uns zu

und weiter geht es in Richtung Zagora

eine faszinierende Weite liegt vor uns – wir schauen und schauen und lassen die trockene Erde zwischen unseren Fingern zerbröseln … fühlen uns einfach gut

Die Berge haben wunderschöne Zeichnungen von den Erosionionen und auch die Auto Ecole Atlas ist ein schönes Foto wert ! Wir finden unterwegs ein nettes Teahouse vor einer tollen Kulisse – wir fühlen uns wie im Film

Auf unserem Weg fahren wir durch das Draatal – Vallee du Draas mit hunderten Dattelpalmen –

Es gilt als eines der schönsten Flusstäler in Marokko

Uns erwartet kurz vor Zagora noch ein fantastischer Sonnenuntergang – ebenso wie eine grosse Dattel-Oase

ein traumhafter letzter Blick über die Ebene mit der Oase im Spiel des Lichts :

Dienstag – Zagora nach Erfoud via Tamgroute und Merzouga / Erg Chebbi !

Wir verlassen unser schönes Hotel in Zagora nach einem petit dejeuner … einem typischen französischem Frühstück … viel Kaffee und nur süsses Zeugs !

aber wir kriegen schnell unsere gute Laune wieder – das bekannte Schild welches den Karawanen den Weg wies !

In Tamegroute besichtigen wir eine uralte KoranSchule mit vielen Büchern – manche gut 1000 Jahre alt .

Da wir uns Tamgroute gern zu Fuss ansehen wollen findet Mohar einen einheimischen Begleiter für uns.

Kleine enge Gänge zwischen den Häusern tun sich vor uns auf – manchmal sehen wir keinen Himmel . Aber immer wieder zweigt ein neuer Weg ab und unser Begleiter kennt sich gut aus – wir hätten wohl kaum allein wieder heraus gefunden.

wir kommen wieder in die Ortsmitte und entdecken eine Mauer mit Zeichen. Uns wird erklärt, dass gerade Wahlen in Marokko waren und dort die Ergebnisse eines Dorfes festgehalten werden !

Und weiter gehts wieder in Richtung Tazzarine und Alnif – Wüstenpisten , wir freuen uns drauf :

WOW – soweit das Auge reicht … karg , Steine , Wadi`s und immer wieder Wüstenbäume

Tolle Pisten fahren wir – die Unendlichkeit ist eine Faszination für sich. Bei einer Pause geniessen wir einfach die Stille der Wüste.

Und da kümmt doch glatt eine Mofa vorbeigeknattert … immer diese 2-Radler 😉

Wir kommen aus der kargen Wüste heraus wieder in einen Ort – nach Tazzarine. Vor dem kleinen Ort gibt es kleine Plantagen und im Ort sitzen die Leuts einfach vor den Häusern und freuen sich des Lebens.

Nach weitern Pisten ist es immer wie ein Wunder – plötzlich ein Fluss

Weiter geht`s in Richtung Merzouga zum grossen Erg Chebbi ! Aber erst müssen wir durch Rissani und da gibts einiges zu sehen ! Markt und ein echt buntes Treiben in der kleinen Stadt – bunte Zeichnungen an den Häusern und Mauern.

Es erinnert einen manchmal an die Märchen von 1001 Nacht – nur im Tageslicht !

Und endlich gehts wieder in die Weite der Wüste — Way to Erg Chebbi ! Weit hinten zu sehen – wir freuen uns auf dieses absolute Highlight unserer Tour !

Wir sind von allem einfach fasziniert !

Endlich in greifbarer Nähe – und doch noch so weit weg ! Wir bekommen einen ersten Eindruck von den über 100 m hohen Sanddünen.

In dem Gebiet der heute doch lebensfeindlichen Sanddünen des Erg befand sich in alter Erdzeit ein warmes Korallenmeer. Vor 400mill. Jahren gab es dort Seelilien und Korallen – daher heute eine gute Ausbeute an Fossilien. Dazu später !

Wir wollen nicht auf einem Kamel reiten und gehen zu Fuss – wieder mit einem Begleiter den der treusorgende Mohar für uns angeheuert hat.

Der Blick von oben aus den Dünen ist einfach unbeschreiblich – Algerien ca 50 km entfernt.

Plötzlich aus dem Nichts taucht ein Beduine auf – er zeigt mir , wie eine Sandrutsche geht 😉

Es muss auch immer Zeit für einen Plausch sein — oder einfach ein paar Sachen ansehen , die man vielleicht kaufen könnte ! C`est la vie – auch in der Wüste.

aber das geniessen hat vor allem einfach Vorrang !

wir erleben mit unserem Begleiter ganz in Ruhe den Sonnenuntergang.

ich will keine Märchen mehr lesen – ich will hier wieder her !

leider hat es für Heute ein Ende und die beiden gehen mit uns zum Jeep zurück.

Und so verbringen wir in unserem Hotel einen lustigen Abend mit leckerem Essen und gehen bei ein – zwei marokkanischen Bieren alles Erlebte nochmal durch !

Mittwoch – Erfoud – Tingehir mit TodraSchlucht

Nach einem entspannten Abend ziehen wir wieder weiter , wollen aber in Erfoud eine kleine Werkstatt besichtigen – dort werden Fossilien bearbeitet.

Dies ist eine noch unbearbeitete Bruchplatte . In der Devon Zeit lebten im warmen Wasser längliche Orthocereren und spiralige Alt-Ammoniten.

Es sind schon wunderbare Sachen die durch die Bearbeitung dabei herauskommen.

In Erfoud – dem Hauptort der grössten Oase des Gebiet im Tafilalt mit 25.ooo Einwohnern gehen wir noch über den Basar um uns mit Datteln und Gewürzen einzudecken . Dort haben wir das Gefühl , als sei die Zeit stehen geblieben.  Jedes Jahr im Herbst findet dort das grosse Dattelfest statt – dann sind doppelt soviel Menschen in der kleinen Stadt.

Von Erfoud aus fahren wir wieder eine karge Piste durch das Tal des Fezna nach Touroug. Uns fallen die vielen Hügel auf und wir fragen nach .

Ein Beduine lebt dort als Brunnen-Wächter . Alle Hügel sind Brunnen , die in einem artesischen System miteinander verbunden sind – gespeist vom Wasser des hinteren Atlas. Wir lassen uns gern alles von ihm zeigen und trinken anschliessend den gutschmeckenden marokkanischen Pfefferminztee mit ihm.

Stolz zeigt er uns die Hebe-Funktion des artesischen Brunnen.

Wir fahren durch Touroug – eine Ansammlung von lehmgebauten Kasbas.

Langsam kommen wir in die Nähe des hinteren Atlas, erste Berge zeigen sich. Schulen gibt es mittlerweile in Marokko in jedem kleinen Ort . Sie dauern den ganzen Tag – in der Mittagspause gehen die Kinder nach Hause zum Essen.

Auch wir kriegen Hunger und suchen uns ein traditionelles Lokal – sogar der Salat ist in den marokkanischen Nationalfarben 🙂

Wir sind in der Todra Schlucht – sehr karg , aber schon spektakulär.

Nach ausgiebigem Bewundern der Farb- und Schattenspiele gehen wir am Ende der Schlucht ein bischen in dem Flussbett weiter und kommen an eine kleine Plantage und einige Häuschen – nach der Einsamkeit wieder Menschen.

Diese Menschen sind bewundernswert – egal wo , in der kleinsten Ecke wo es ein bischen Wasser gibt – sie mühen sich und bauen fruchtbares an.

wir erreichen unser letztes Ziel für heute : die grosse Oase Tineghir !

Wir erforschen einen Teil der Oase zu Fuss und staunen – was so alles angebaut wird. Finden grosse Felder genauso wie kleines Obststrauchwerk. Oliven und Datteln – es gibt alles.

Olivenernte in Gemeinschaftsarbeit

Während wir die riesigen Dattelpalmen bewundern sehen wir plötzlich aus einem bestimmten Blickwinkel unseren Jeep oben auf dem Felsen – Wow , ganz schön weit weg . Wir machen uns auf den Weg nach oben und lassen einen letzten Blick über die grösste Oase Marokkos schweifen .

und fahren ein kleines Stück weiter – wieder zu einem traumhaften Hotel !

Da die Nächte arg kalt sind finden wir es toll – dass später der Kamin noch angezündet wurde. Es war wieder ein eindrucksvoller Tag mit vielen Erlebnissen in einer zauberhaften Natur. Umgeben von schönen Gemälden beschliessen wir den Tag.

Donnerstag – Tineghir – Quarzazate mit Dades Schlucht

und wieder on the road , von Marrakech sind wir noch ein gutes Stück entfernt – und wir geniessen jeden Kilometer . Freuen uns auf die Dades Schlucht und eine aufregende Offorad Passage im Gebirge !

Der Einstieg in die Dades Schlucht ist mitten in der Stadt Boumaine-de-Dades. Der Ort zeigt sich wieder bunt mit vielen Wandmalereien.

Der erste Blick über den Dades-Fluss lässt ein fruchtbares Tal erahnen.

Da entdecken wir am Strassenrand ein tolles Bild – schön gemalt das Vallee du Dades – und von dort nehmen wir dann eine der offroad Querverbindungen in das Tal der Rosen .

Unser erster Halt in der Dades-Schlucht ist mit einem spektakulären Ausblick verbunden : bei den Affenpfoten – so werden die Gesteinsformationen von den Einheimischen genannt – sieht auch aus wie hunderte kleine Pfötchen.

Nur ein Stückchen weiter des Weges fahren wir aus dem unteren Teil der Schlucht hinauf – fantastische kurvige Strecke und wir vermissen das erste Mal auf dieser Tour unsere Mopeds !

Ein toller Platz oben bietet sich für uns zum verweilen , die Aussicht geniessen und ein bischen rumkraxeln .

weiter geht`s – wieder hinab zum Flusstal welches wieder einlädt , ein bischen zu verweilen und alles per Pedes zu erkunden.

Die Einfahrt zu einem Campingplatz interessiert uns für eventuell anstehende eigenständige Touren – wie wichtig könnte da mal die arabische Übersetzung sein !

jetzt geht`s wieder auf eine anspruchsvolle offroad-Piste als Verbindungs-Etappe vom Dades Tal rüber zu dem Tal der Rosen via Ait-Tourmet.

Das Erg Chebbi hat uns ja schon fasziniert – aber diese Strecke zeigt uns die wandelbare Schönheit des Haut Atlas.

Farben sind auch in diesen Gebirgszügen ein Wechselspiel.

An einem Pausenpunkt

entdecken wir

die Überreste einer Kuh.

Das erinnert uns an etwas:

auch wir haben Hunger 😉

Ich kann mich nur wiederholen : wahnsinnig schöne Ausblicke – tolle Strecke !

Fahrerwechsel – Omar überlässt Hans Peter das Steuer und er geniesst es .. auf diesen Pisten zu fahren !

wir kommen wieder in bewohnte Gegend – erreichen Ait-Tourmet.

Die Menschen in den Bergregionen sind freundlich und lachen uns beim vorbeifahren an – der Ort ist ein typisches Bergdorf in ca 1000 m Höhe.

wir fahren durch das Tal der Rosen … und sehen keine Rosen , es ist eben nicht die Zeit dafür – dafür aber Bergerosionen wie im Grand Canyion.

Bald kommen wir wieder an eine Hauptstrasse – die Route des Kasbahs.

Mohar erzählt uns von einer besonders schönen alten Kasbah etwas abseits der Hauptstrasse und wir sagen latürlich : nix wie hin !

Wir sind angenehm überrascht — nein , wir sind verzückt ! Nach einer schönen Flussdurchfahrt kommen wir an und springen vor Aufregung über dieses schöne Anwesen fast aus dem Jeep.

Es wird erstmal ein bischen ausgetestet

Auf gehts und ich glaub – ich kuck nicht richtig : Mohar hat Angst nasse Füsse zu bekommen !

und von diesen Fotos will ich euch einfach die Besten zeigen :

Es war der Hit – ich hör noch unser Aller Lachen und das Geschrei … mach hinne , die Sonne geht unter , ich will doch noch alles fotografieren und Mohar oben auf dem Dach : Jallah Jallah – es war ein lustiger Traum auf arabisch !

Alles hat sich gelohnt und ich komme nun auch trockenen Fusses zu der Kasbah . Ein schönes Gebäude und auch noch bewohnt.

Ein letzter Blick auf dieses traumhafte Flusstal und wir düsen wieder zur Strasse der 1000 Kasbahs in Richtung Quarzazate . Dort werden wir heute übernachten.

Auf dem Weg nach Quarzazate halten wir noch bei einem Gewürzhändler – welcher in Marokko in einer Apotheke residiert. Omar und Mohar vertreiben sich die Zeit beim „Dame“ spielen – derweil wir uns durch viele Kräuter und Gewürze wühlen und einige interessante Einkäufe machen.

Auch in Quarzazate sind wir wieder in einem tollen Hotel untergebracht und geniessen einen letzten Blick von der Terrasse auf die Shilouette des Atlas – den wir morgen auf unserem letzten Weg nach Marrakech wieder überqueren werden.

Freitag – Quarzazate nach Marrakech mit Besuch im Ait-Ben-Haddou

Auf geht`s wieder – durch eine staubtrockene karge Gegend. Bis wir über einen Hügel fahren und den ersten Blick auf ein Lehmdorf ca 34 km von Quarzazate entfernt machen: Ait-Ben-Haddou

Das wollen wir uns jetzt ganz in Ruhe näher ansehen.

Also machen wir uns auf den Weg und überqueren die grad im letzten Jahr neugebaute Brücke. Als erstes besichtigen wir den alten ursprünglichen Kernbereich, der heute noch bewohnt ist. Die Bewohner zeigen uns gern alles.

Die Kasbah wurde zur alten Zeit namentlich nach den Oberhäuptern des beherrschenden Stammes benannt. Die Khalifas haben zu Hochzeiten der Karawanen eine Wohnburg (Thigremt) beherrscht und oftmals mehrere Familien mit ihren Thigremten zusammengezogen , mit Mauern und ihren Kriegern beschützt .

je höher wir aufsteigen umso mehr macht das Ait-Ben-Haddou Eindruck auf uns.

Die Anwohner im Ait arbeiten wie in alten Zeiten. Es werden Schafe gehalten und wenn es eine Mauer auszubessern gilt, so zeigt Mohar uns anhand der Geräte , wie ein Mauerteil aus Lehm gefertigt wird.

Händler sind natürlich zahlreich vertreten – diese Kasbah ist auch gut besucht !

Ein Händler zeigt uns , wie er mit natürlichen Farben seine Bilder malt – manchmal auch auf Bruchplatten aus Steinen. Es war schon ein gemütliches Bummeln treppauf treppab , hinter jeder Ecke gab es was Neues zu entdecken.

und dann vom höchsten Punkt des Ait wieder dieser fantastische Ausblick !

wir verlassen das Ait-Ben-Haddou , nehmen nicht die neue Brücke …

sondern nehmen den alten Pfad über den Fluss – macht schon Spass über die wackeligen Steine zu gehen und ist auf jeden Fall interessanter !

Ein letzter Blick zurück und wir verabschieden uns von diesem zauberhaften Ort !

So machen wir uns jetzt auf

den Rückweg über den Atlas

nach Marrakech.

die letzten Bilder von einer aussergewöhnlichen Reise durch eine andere Welt will ich nun ohne Kommentare hier einstellen. Geniesst einfach die Natur.

Und so kommt es dann – wie es immer kommt : wir sind am Ende unserer Tour und müssen uns von Mohar und Omar verabschieden – nicht ohne den beiden für diese wundervollen Tage und ihre Begleitung zu danken ! Sie haben viel dazu beigetragen, die Reise zu einem unvergesslichen Erlebniss zu machen.

Wir sind wieder in Marrakech – viele Menschen – viel Verkehr und ein LKW mit Kühen auf dem Dach !

Nach einer kurzen Pause im Hotel stürzen wir uns in die letzte Nacht in Marrakech … den wir sind dank unseres Standortes vom Hotel mitten drin — im Filmfestival Marrakech 2011 !

Wir stürzen uns mittenrein und lass uns von der Atmosphäre begeistern.

Alle warten auf Salma Hayek – und wir auch 😉  aber das Glück sie zu sehen war uns leider nicht vergönnt. Somit stromern wir ein büschen durch die Menge und bewundern die Aquarien mit den TV-Moderatoren . Dann haben wir genug und wandern weiter durch`s nächtliche Marrakech zum „Gauklerplatz“

Wir nehmen alles mit – trinken noch ein letztes Glas von diesem wunderbaren Pfefferminztee , den es so nur hier gibt und geniessen einfach unseren letzten Abend. Lassen nochmal alle Erlebnisse Revue passieren und freuen uns auch irgendwie wieder auf Zuhause !

Samstag – Abflug via Madrid nach Hause

Es war ein toller Urlaub – eine wunderschöne Reise durch interessante Natur – schnuppern in Bereiche wie Wüste und Oasen und ein schönes Kennenlernen von Menschen und Land. Wir haben dank Mohar viel über Marokko erfahren und sagen einfach Danke schön für diese Zeit !

Zwei schöne abfotografierte Gemälde – die ich im Hotel in Erfoud gesehen habe , will ich Euch nicht vorenthalten – ein letzter schöner Eindruck von der Gegend , in der wir uns ein paar Tage aufgehalten haben :

Die Gegend von Marrakech bis Quarzazat und Zagora

und hier noch die Karte von Zagora – Erfoud – Tineghir.

Martina , im Januar 2012

Faszination Wüste - Foto von einem Gemälde im Hotel in Erfoud

— Ende  ? … nein – Gedanken zur nächsten Reise nach Marokko 

Zusammen mit 2 Freunden und 2 Autos .. die Tiguan- und die GLK-Bande planen eine gemeinsame Reise durch Marokko 2013 ==>

Foto-Collage von 2ontrack.de

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7 Gedanken zu “Marokko-Tour 2011”

  1. Maggidsche sagte:

    Hallo mein Vüxchen,
    gefällt mir sehr gut!!! Ohne „Wenn“ und „Aber“…
    Dei Maggidsche

  2. Hans Peter sagte:

    jo schön anzusehen.

  3. Chefe :-) sagte:

    Einfach nur wunderschön, da bekommt man Fernweh!!!

  4. Hey, du Wüstenbraut,
    bei all den Eindrücken bekomm ich Kopfkino und fummel dabei die ganze Zeit an den Ammoniten herum. Schnucki, ganz lieben Dank noch mal für die tollen Fossilien.
    Dein Bericht und die Bilder sind wieder mal einladend.
    Ich kann nur Jeder/Jedem empfehlen, diesen Bericht in die Ideendatenbank aufzunehmen. Tini hat`s drauf.

  5. Aber Hallo….das hat sich ja gelohnt die Überarbeitung deines Berichtes. Text und Bilder waren von Anfang an schon gut. Die Formatierung hast du besser hinbekommen. Aber aller Anfang ist schwer und dafür ist es richtig gut geworden.
    Jetzt mal zu Reise selber, einfach 1001 und eine Nacht. Da muss mal hin, das letzte Bild zeigt wo und wie es dort hingeht. Wo hast du das denn her ? 🙂
    Toller Bericht, der einfach Lust auf mehr macht, sehen, spüren, riechen und fahren auf eigene Faust das hat was für 2013.

  6. algerie812 sagte:

    Moin, Martina, na, das nenn ich mal eine geniale Berichterstattung und vor allem die Fotos!!!
    Das sind Erinnerungen und Eindrücke, die man nie vergisst! Kommen bei mir auch immer mal wieder hoch, erst recht, wenn ich so tolle Bilder sehe.
    Gruß aus dem kalten Hessen von Schnubbenase Almut

  7. als völlig unbeteiligte kann ich nur sagen: KLASSE!!!
    Fernweh inbegriffen.
    Aber was gibt es schon, was Martina nicht gut macht…

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