Bunker Valentin in Bremen-Farge

30. Oktober 2011 – Ein Besuch mit Führung im Bunker Valentin in Bremen-Farge

Es war ein Besuch der besonderen Art , ein Ausflug in unsere dunkle Geschichte aus dem Jahr 1943-45. Der alte U-Boot Bunker war in den letzten Kriegsjahren eine riesige Baustelle und ist eine Hinterlassenschaft dreier nationalsozialistischer Rüstungsprojekte.

Endteil des Bunker mit Flutungsbereich zum Taufbecken

Ein Blick auf die Wand von „Valentin“ lässt einen Einblick auf die schwere und traurige Arbeitszeit der vielen Fremdarbeiter und Kriegsgefangenen erahnen. Bis zu 10.000 Zwangsarbeiter mussten unter unmenschlichen Bedingungen Schwerstarbeit auf dieser Baustelle leisten. Insgesamt starben mehr als 1000 Menschen dort in der Zeit von Sommer 1943 bis Frühjahr 1945

Bildnis der Erinnerung

Riesige Hallen wurden zur Errichtung von U-Booten erbaut. Ein Teil davon ist in gutem Zustand, denn sie wurden von der Bundesmarine aber der 60ziger Jahre bis 2010 als Depot genutzt.

eine der Hallen

und heute gehen wir durch diese Hallen und lassen uns mittels Bilder und Plakate durch die Zeit führen.

Der Weg der Erinnerung

und auf der anderen Seite schaust du in den alten noch nicht restaurierten Bereich und siehst, wie am Ende der Dunkelheit sich die Natur wieder ihren Platz zurückerobert.

Ein Baum sucht sich seinen Weg

Ende März 1945 wurde ein Grossbereich des U-Boot Bunker durch einen Angriff der britischen Bomber zerstört. Im Bunker Valentin wurde nie auch nur 1 U-Boot gebaut.

Nachdem alle Abrisspläne gescheitert waren wurde „Valentin“ zu einem Abenteuerspielplatz für die Kinder der Umgebung. Nach dem Auszug der Marine gab es Platz für die Erschaffung des jetzigen :

Dem Denkort Bunker Valentin. Ein Platz, an dem wir uns mit dem Hier und Jetzt sowie mit dem , was WAR auseinandersetzen können. Ein Gedenken an die vielen tausend Menschen die unter dem realfremden nationalsozialistischen Wahndenken gelitten haben.

Eingangsbereich des Bunker

Für uns war es ein interessanter Besuch mit vielen Informationen und Eindrücken, die uns bei einer Führung durch Material und Zeit vermittelt wurde.

Nach einem letzten Blick auf das Mahnmal verliessen wir diesen Ort wieder um jeder für sich etwas mitzunehmen.

damit es nie wieder geschieht !

Es war ein interessanter Tag mit Freunden :

Bericht und Fotos von – Martina , 30. Oktober 2011

5 Gedanken zu “Bunker Valentin in Bremen-Farge”

  1. Maggidsche sagte:

    Das war ja ein richtig interessanter Tag.
    So eine Bunkeranlage ist aber immer wieder auch erdrückend für alle Betrachter.
    Greetings Maggidsche

  2. Hej Polarvüxchen,
    schöner und interessanter Bericht über den Bericht aus der dunklen Vergangenheit der Deutschen. Es sind immer wieder dann die dunklen Gedanken die hoch kommen und einen Menschen nachdenklich machen sollten. Aber gerade das ist der Sinn, diese Vergangenheit in die Zukunft zu bringen und aufzuzeigen, das sowas nie wieder passieren darf.
    Gerade wir als Kieler können hier auch ein ganzen Stück Geschichte erzählen, was den UBoot Bau im Dritten Reich betrifft.
    Wenn ich so drüber nachdenke, wenn ich mit der Mopette mal in die Spülfelder am Flemhuder See fahre und mich dort ein bisschen austobe. Ich selbst erfuhr sehr sehr spät erst, das die U-Boote dort ihren Versorgungsbunker hatten. Leider ist davon nicht mehr zu sehen. Aber die Vergangenheit ist dann immer in einem, wenn man dort fährt.
    Es freut mich zu lesen, das ihr dort einen wundervollen Tag unter Freunden hattet.
    Viele liebe Grüße aus Kiel
    Schraeuble

  3. Hi auch,

    dasch ja mal n geiler Bericht, echt ey. Gefällt mir richtich gut.
    Und wie man am letzten Bild sehen kann, ist ja einiges von der Bagage aus NDS versammelt.

    Lieben Gruß an Euch alle
    Karl

  4. Moin Martina.

    Schöner Bericht und tolle Fotos.
    Danke.

    Liebe Grüße
    Bernhard (börndy)

  5. Japp,war schon kuhl den Kasten mal von innen zu sehen. Vermutlich wirds in den nächsten Jahren noch um einiges interessanter, wenn der Ruinenteil auch freigegeben wird. Aber die Dimensionen haben mich so schon erschlagen. Sieben Meter dicke Mauern….. Pffft…
    Stefan

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